Preber 2740 m (2. höchster Berg im Bezirk Murau)


18.09.2018

In meinen Projekt "13 Bezirke 13 Gipfel" muss ich eine Änderung machen. Der Grund liegt am Roteck (2742 m) höchster Berg im Bezirk Murau. Die heutige Bergtour hat sich als doch ein zu schwieriges, für mich, Unterfangen herausgestellt. Das heißt nicht das man diesen Berg nicht besteigen, oder erklettern kann, nein, für mich hat sich der Berg als zu schwierig dargestellt. Da ich als "Bergwanderer" alle Touren alleine durchführe, war die Entscheidung einfach, man muss nicht mit Gewalt alle Pläne durchbringen. Hier muss die Vernunft Vorrang haben. Sollte sich irgendwann die Möglichkeit ergeben werde ich es doch versuchen auf das Roteck zu kraxeln, aber nur in Begleitung eines erfahrenen Bergsteigers.

So, da das nun erklärt wurde, will ich über die Bergtour zum 2. höchsten Berg des Bezirkes Murau ein paar Zeilen festhalten.

Als ich um 3:00 Uhr früh im Joglland aufgebrochen bin, hatte ich noch keine Ahnung was der Tag so bringen würde. Die Fahrt bis nach Krakauebene, bis zur Klausnerberg Säge, war wahrlich lang. Der Abmarsch um 06:00 Uhr, mit der Stirnlampe, da ich wusste das dies eine lange Tour wird, dadurch der doch frühe Start. Vom Parkplatz ging es auf einem schönen Wanderweg, Weg 786, hinauf zur Grazer Hütte. Die Hütte war um diese frühe Zeit noch im Tiefschlaf. Mein Weg führte nun am Wanderweg 787 am Grat entlang hinauf zum Trogleiteneck und über die Roßscharte (2460 m) zum Gipfel des Preber - 2740 m. Hier muss ich erwähnen das dies auch der höchste Gipfel ist den ich ohne Steighilfe erklommen habe. Der Rundblick war einfach herrlich, nicht zu beschreiben die tolle Fernsicht. Da ich mein Fernglas dabei hatte konnte ich mir das Roteck ein wenig näherbringen, sieht herausfordernd aus. Am Gipfel einige Wanderer getroffen und die teilten mir mit dass das Roteck doch ein schwieriger Genosse sei. Ich habe daher auch hier oben, am Preber, entschieden, das Roteck nur von der Ferne gesehen zu haben und den Preber für mich als 2. höchsten Berg des Bezirkes in meinem Projekt "Steiermark" aufzuführen. Mein Weg führte mich nun hinunter zum Mühlbachtörl (2478 m), von wo auch der Aufstieg auf das Roteck beginnt, jedoch nicht für mich. Nicht hinauf, sondern hinunter in den Preberkessel führte mein Weg. Der Weg führt nun entlang des Preberkessel unterhalb des Preber bis zum Trogleiteneck, hier gelangte ich wieder zum Aufstiegsweg 787, welcher auf den Preber führt. Nun erfolgte der Abstieg zur Grazer Hütte auf eine gute Jause, ein gutes Käsebrot. Danach ging es am Weg 786 wieder zurück, zum Parkplatz bei der Klausnerberg Säge.

Im Grunde eine tolle Wanderung, aber auch ein langer und anstrengender Tag. Die Tour als solches auch eine sehr lange, hätte ich das Roteck noch einbezogen würden noch einmal 1 1/2 Stunden hinzukommen, das wäre dann sehr anspruchsvoll gewesen.

"Sag niemals nie"

 

Streckenverlauf:

 Start bei der Klausnerberg Säge - Wanderweg 786 bis zur Grazer Hütte - Wanderweg 787 über das Trogleiteneck - Roßscharte - zum Gipfel dem Preber - Abstieg zum Mühlbachtörl - weiterer Abstieg in den Preberkessel - am Wanderweg unterhalb des Preber bis zum Trogleiteneck - Abstieg am Weg 787 zur Grazer Hütte - am Wanderweg 786 zurück zum Parkplatz an der Klausnerberg Säge

Gesamtzeit:

8 Stunden 40 Minuten; reine Gehzeit 7 Stunden 5 Minuten (nicht vergessen die 5 Stunden für An- und Abreise im Auto)

Distanz:

16,30 km; Höhendifferenz 1500 hm 

 

Zitat zum Tag:

Mut besteht nicht darin, dass man die Gefahr blind übersieht, sondern darin, dass man sie sehend überwindet.

Jean Paul